Mehr über meine Person erfahren

Geboren wurde ich 1957 in der Wetterau - Nähe Frankfurt - in ein Elternhaus wo Bildung und Tradition auf Innovationsgeist trafen. Für ein Kind war dies eine große Welt, eine Vielzahl von anregenden und prägenden Eindrücken.

Schon  früh bewegte mich das Thema „Mensch Sein im Leben“  und mein Interesse am Lesen begann mit philosophischen Schriften und alten Weisheitslehren.

Meine Schuljahre konfrontierten mich mit vielen Widersprüchen der schulischen Institutionen und ihrem unterschiedlichen Bildungsanspruch. Sie führten mich über die Schuljahre hinweg zu den Wissensbereichen Soziologie, Psychologie, Geschichte und Politik, Es folgten Studienjahre in Freiburg und Berlin,

Das Leben führte mich zur Gründung einer Familie und ich widmete mich mit ganzem Herzen der Begleitung unserer zwei Kinder, welche 1986 und 1988 geboren wurden.

Im Rückblick erkannte ich, dass meine beruflichen Arbeitsfelder inhaltlich zur jeweiligen Entwicklungs-/ Altersstufe unserer Kinder passten.
Aus der Summe eigener Erfahrungen und einem feinsinniger werdenden Verständnis, erkannte ich Lebenszyklen und deren Verknüpfungen zueinander.

Mit 53 Jahren begann ich eine 3-jährige psychotherapeutisch anerkannte Weiterbildung, welche ich als systemische Beraterin und Therapeutin, Familientherapeutin DGSF zertifiziert, abschloss. Bald schon spürte ich, dass mir dieses Wissen auch nicht ausreichte … da fehlte noch etwas.

In der Bereitschaft hinzuschauen, lehrte mich das Leben still zu werden, den Denker beobachten, und bei sich selbst in der Tiefe des SEIN ankommen.
Erkennen und wahrnehmen, dass ich mehr bin als die Person die vor Ihnen steht.

Zum Einen die Tatsache erkennen und anerkennen, dass es eine sichtbare und unsichtbare Welt gibt und zum Anderen erkennen, wie sehr wir durch ein materialistisch geprägtes Denken und den daraus resultierenden Folgen, einen großen Anteil unserer innenliegenden Kraft nicht ergreifen lernen! 

Selbstermächtigung ist also nur durch ein völlig neues Denken möglich. Daraus resultiert ein völlig gewandeltes Weltverständnis. Ein von Wissen und Weisheit beseelter Mensch (Gesellschaft) wertet sich nicht im Außen durch Machtmissbrauch, Angsterzeugung und Gewaltandrohung auf. "Man sieht nur mit dem Herzen gut" das erkannte schon der "Kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.

Khalil Gibran schrieb in seiner Schrift  „der Prophet“  Wundervolles …

 

Wichtige Impulse meines schulischen Werdeganges:

Prägende Erlebnisse in den ersten Schuljahren bezogen sich fast ausschließlich auf Verhaltensweisen der Lehrer zu einzelnen Schüler, die ich in meinem damaligen Verständnis gerecht oder ungerecht fand, und somit war der Lehrer gut oder schlecht.

In den höheren Klassensstufen begegnete ich zwei Lehrerinnen die mich nachhaltig positiv berührten und prägten. Sie vermittelten Wissen von Weisheit getragen und ihre Worte und ihr Verhalten waren menschlich anerkennend und umhüllend begleitend.

Meine Schuljahre waren ein ständiges Pendeln zwischen „Versetzung gefährdet“ und „zu den 3 leistungsstärksten der Klasse gehörend". Aus heutiger Sicht wurden wir mit Wissen nach dem vorherrschenden Weltbild gefüttert, welches dann abgefragt wurde.

In einer der höheren Klassenstufen schwänzte ich einen Großteil des Unterrichtes, achtete aber darauf, dass ich alle angekündigten Leistungsüberprüfungen mitschrieb. Eine der oben beschriebenen Lehrerinnen (auch Direktorin der Schule) sprach mit mir ohne Anklage und ohne Angst einflößend zu sein. Wir suchten gemeinsam nach Lösungen. Das prägte mich stark.

Ich erzähle dies so ausführlich um deutlich zu machen, wie besonders frühe Erfahrungen unser Leben prägen. Wie wurde ich wahrgenommen und beachtet? Hatte ich genügend Raum? Wurde ich in meiner Persönlichkeit  ernst genommen oder in Angst versetzt und vielleicht ausgegrenzt? Das sind bedeutungsvolle Abdrücke. Beginnend im Elternhaus und weiter in allen Institutionen, die ein Kind durchläuft.

Anmerkung: Heute sind viele Kinder bereits ab dem ersten Lebensjahr für einige Stunden fremdbetreut in Institutionen. Wir sind in unserer stark materialistisch geprägten Welt zeitlich so eingebunden, dass wenig Raum für bewusstes Wahrnehmen und echte Begegnung bleibt.

Eine gute frühkindliche Bindung ist so wichtig und begünstigt das Entstehen innerer Stärke und das Vertrauen in sich selbst. Es erleichtert den Blick für das gegenseitige Verständnis, welches heute besonders wichtig ist, da die Kinder viel Neues mitbringen.


Wichtige Impulse meines beruflichen Werdeganges:

Ich arbeitete viele Jahre als Diplom Sozialpädagogin in unterschiedlichen Funktionsbereichen bei verschiedenen Trägervereinigungen. Dort wo menschliche Wertschätzung gegeben war, hatte ich besondere Freude, hohes kreatives Potential und viel Motivation. In Leitungs- Aufbaufunktionen war es mir ein Anliegen auf Augenhöhe der Individualität des Einzelnen einen Raum zu ermöglichen. Ich erlebte aber auch strukturelle Gegebenheiten in Sozialeinrichtungen, die ich zuvor für undenkbar gehalten hätte.

Diese vielen Kontexte ermöglichten mir ein großes Repertoire an Erfahrungen und Erkenntnissen. Hierbei lernte ich genau hin zu hören und genau zu schauen, auch aus den Augen meines Gegenübers. Ich stellte mir einige Male eine Frage, die für mein Wohlergehen wichtig war:  Bin ich hier noch am richtigen Platz? Welches Menschenbild unterstütze ich z.B. mit meinem Tun an diesem Arbeitsplatz? Unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sind dabei wichtige Indikatoren.

Eigenverantwortung und angstbefreites, kritisches Hinschauen wird heute zunehmend erschwert. Komplexität und Abhängigkeiten sind mögliche Faktoren. Gleichzeitig spüren viele Menschen, dass es in vielen Lebensbereichen nicht mehr rund läuft.

Wir haben gelernt mit dem Verstand nach Lösungen zu suchen. Das Wissen und die Anwendung der eigenen innenwohnenden Kraft ist vielen Menschen nicht mehr präsent. Steigendes Suchtverhalten und Medikamentenkonsum sind einige der sichtbaren Folgen dieses einseitigen Vorgehens. Es ist wichtig, dass wir unser Menschsein verstehen, das Denken und Bewusstsein unterscheiden lernen, damit wir wieder umfassend handlungsfähig werden.

Die neuen Kinder zeigen uns die Grenzen eines alten Denkens auf. Sie fordern uns heraus, unser Weltbild neu zu erkennen. Wir sind bewusste geistige Wesen, mit einem Ich, eine Einheit von Körper, Geist und Seele.

In meiner Arbeit mit Kindern und Eltern, konnte ich beobachten, dass Kinder, welche die Norm nicht erfüllen oder unangemessenes Verhalten zeigen, schnell eine Diagnose erhalten und weitergereicht werden in die verschiedensten Institutionen.

Mit einem Diagnosestempel lassen sich nicht nur gute finanzielle Geschäfte erzielen, sondern den Eltern wird frühzeitig eine weitreichende Hilflosigkeit und Machtlosigkeit attestiert, dass Sie ohne Hilfe von fachbezogenen Stellen (auch System-Kontrollfunktion), nicht gut oder nicht ausreichend ihre Kinder begleiten und „erziehen“ können.

Eltern fühlen sich eingeschüchtert und ihr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wird geringer. Mütter berichteten mir, dass sie sich nicht trauen zu widersprechen, auch wenn ihr Bauchgefühl ihnen bei manchen Diagnosen und Therapievorschlägen etwas anderes sagt. Sie fühlen sich den mächtigen „Fachinstitutionen“ ausgeliefert.

Langsam zeigen sich aber auch schon neue Wege und erweiterte Sichtweisen. 

Mir ist es ein Anliegen, Menschen auf dem Weg in ihre eigene Kraft  zu begleiten. Nur mit einem gesunden Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten, können gute tragfähige Entscheidungen für das Leben getroffen werden. Selbstermächtigung als Ziel, damit den Herausforderungen angstbefreit begegnet werden kann.